Beide Schläger kommen von Nox und gehören zu den bekanntesten der Marke, sie stehen aber für zwei verschiedene Ideen. Der AT10 Genius 18K Alum 2025 ist der Allrounder von Agustín Tapia: Tropfenform, mittlere Härte, aluminisiertes Carbon. Der ML10 Pro Cup ist der Kontroll-Klassiker von Miguel Lamperti: rund, weich, Glasfaser. In unserer Wertung liegen sie mit 8,7 zu 8,6 fast gleichauf. Welcher besser zu dir passt, hängt davon ab, ob du mehr Druck oder mehr Ruhe im Spiel suchst.
Kurzvergleich: Alle Kennzahlen auf einen Blick
Power, Kontrolle und Handling stammen aus unseren Detailbewertungen auf einer Skala von 0 bis 10. Beim AT10 gelten alle Werte für das Modell 2025. Den ML10 Pro Cup haben wir in der Version mit glatter Glasfaser-Fläche und HR3-Kern gespielt.
| Kriterium | AT10 Genius 18K Alum 2025 | ML10 Pro Cup |
|---|
| Kopfform | Tropfen | Rund |
| Gewicht | 360–375 g | 360–375 g |
| Härte (unsere Einstufung) | mittel | weich |
| Schlagfläche | 18K-Carbon, aluminisiert, rau | Glasfaser, glatt |
| Kern | MLD Black EVA | HR3 EVA |
| Power | 8,7 | 7,0 |
| Kontrolle | 8,8 | 9,8 |
| Handling | 8,5 | 9,0 |
| Spielniveau | Fortgeschritten | Fortgeschritten |
| Preis | ca. 169 € | ca. 125 € |
| Testnote | 8,7 / 10 | 8,6 / 10 |
Form und Material: Hier liegt der Unterschied
Beide wiegen 360 bis 375 Gramm, am Gewicht entscheidet sich also nichts. Der AT10 hat eine Tropfenform mit mittlerer Balance. Sein Sweet Spot sitzt etwas höher als beim runden Schläger, was Smashes und Viboras mehr Druck gibt. Die raue, aluminisierte 18K-Fläche greift den Ball gut und bringt viel Spin.
Der ML10 Pro Cup ist rund, der Sweet Spot liegt groß und mittig. Die Glasfaser-Fläche ist nachgiebiger als Carbon, der Ball bleibt einen Moment länger auf dem Schläger. Zusammen mit dem weichen HR3-Kern macht ihn das zu einem der armschonendsten Schläger in unserem Test. Die glatte Fläche bringt dafür weniger Spin als die raue Fläche des AT10.
Power gegen Kontrolle: Was unsere Wertung zeigt
Bei der Power ist der Abstand groß: 8,7 für den AT10, 7,0 für den ML10 Pro Cup. Bei der Kontrolle dreht es sich um, der ML10 kommt auf 9,8 und gehört damit zu den kontrollstärksten Schlägern, die wir gespielt haben. Der AT10 liegt mit 8,8 auch hoch. Beim Handling hat der ML10 mit 9,0 gegen 8,5 leicht die Nase vorn.
Dass beide in der Gesamtnote fast gleichauf liegen, obwohl sie so verschieden sind, liegt an unserer Gewichtung: Power und Kontrolle zählen je 35 Prozent, Handling 30. Der AT10 holt seinen Rückstand bei Kontrolle und Handling über die Power wieder auf. Wie wir bewerten, steht in den Testkriterien.
Wie sich die beiden auf dem Court anfühlen
Der AT10 fühlt sich satt und direkt an, ohne hart zu sein. Harte Bälle fängt der Kern sauber ab, und bei Smashes und Viboras kommt spürbar mehr Wucht als bei einem Kontrollschläger. Am Netz merkst du anfangs das Gewicht, nach ein paar Einheiten pendelt sich das ein. Chiquitas und Lobs lassen sich trotzdem fein dosieren.
Der ML10 Pro Cup fühlt sich deutlich weicher an als die meisten Carbon-Schläger. Volleys und Blocks am Netz gelingen mit viel Ruhe, und auch unsauber getroffene Bälle kommen noch kontrolliert zurück. Wer mit ihm Druck machen will, muss den Schlag selbst beschleunigen. Ein kopflastiger Schläger nimmt dir diese Arbeit ab, der ML10 nicht.
Für wen ist welcher Schläger?
Nimm den AT10 Genius 18K Alum 2025, wenn du ein Allround-Spiel mit Druck suchst: am Netz angreifen, von hinten sauber aufbauen und bei Smashes mehr Wucht als mit einem runden Schläger. Er passt zu Fortgeschrittenen mit gefestigter Technik.
Nimm den ML10 Pro Cup, wenn du deine Punkte über Platzierung und Geduld machst oder dein Arm Schonung braucht. Er ist der günstigere der beiden und einer der verzeihendsten Schläger für Fortgeschrittene. Er steht auch in unserer Liste der armschonenden Padelschläger.
Wenn du gerade erst anfängst, ist der Nox X-One der bessere Einstieg. Er ist rund, weich und kostet rund 89 Euro.
Und die anderen Varianten?
Vom AT10 Genius haben wir zwei weitere Versionen gespielt. Der AT10 Genius 18K 2024 ist der Vorgänger und derzeit günstiger. Der AT10 Genius 12K 2025 hat eine 12K- statt einer 18K-Fläche und kostet deutlich mehr. Beide stammen aus eigenen Tests und sind oben nicht eingerechnet.
Den ML10 Pro Cup gibt es ebenfalls in mehreren Versionen, etwa mit rauer Oberfläche für mehr Spin. Achte beim Kauf darauf, welche Variante du bekommst. Alle Nox-Modelle aus unserem Test stehen auf unserer Nox-Markenseite.
Häufige Fragen zu AT10 Genius und ML10 Pro Cup
Welcher Schläger hat mehr Power?
Der AT10 Genius 18K Alum 2025, mit 8,7 gegen 7,0 von 10.
Welcher Schläger schont den Arm mehr?
Der ML10 Pro Cup. Weiche Glasfaser-Fläche, weicher HR3-Kern und runde Form dämpfen mehr als die Carbon-Fläche des AT10.
Ist einer der beiden für Anfänger geeignet?
Beide sind für Fortgeschrittene gedacht. Der ML10 Pro Cup verzeiht mehr und ist für ambitionierte Einsteiger eher machbar. Für den Anfang passt ein Schläger aus der Bestenliste für Anfänger besser.
Spielt Agustín Tapia den AT10 Genius 18K Alum 2025?
Das war sein Schläger in der Saison 2025. 2026 spielt er laut Nox den AT10 Genius 12K Alum Xtrem. Mehr dazu in Welche Padelschläger spielen die Profis.