Einleitung
Der Gravity Pro ist Heads Flaggschiff für Turnierspieler, die maximale Kontrolle über rohe Power stellen. Die runde Kopfform mit mittlerer Balance ist bewusst auf Fehlerverzeihung und Präzision statt auf Wumms ausgelegt.
Wir haben den Gravity Pro über mehrere Wochen im Wettkampfbetrieb getestet und dabei besonders auf Manövrierfähigkeit, Armbelastung und Sweet-Spot-Toleranz geachtet. Aspekte, die bei einem so kontrollorientierten Pro-Schläger entscheidend sind.
Spielgefühl
Mit 365 Gramm und mittlerer Balance liegt der Gravity Pro erstaunlich handlich in der Hand für ein Turniermodell. Gerade in schnellen Volley-Duellen am Netz lässt er sich blitzschnell positionieren. Ein Verdienst des reduzierten Gewichts im Vergleich zu älteren Gravity-Generationen.
Die Soft-Butt-Cap-Technologie dämpft Vibrationen spürbar, was auch über lange Matches komfortabel bleibt. Allerdings macht sich die steife Carbon-Schlagfläche bei Fehltreffern deutlich bemerkbar — der Sweet Spot ist zwar groß, aber nicht grenzenlos verzeihend.
Power vs. Kontrolle
Power: Klar zweitrangig. Wer aus der Vorhand Druck aufbauen will, muss selbst Tempo mitbringen. Der Gravity Pro unterstützt hier bewusst weniger als diamantförmige Power-Modelle.
Kontrolle: Die eigentliche Stärke. Bandenbälle, Lobs und präzise Platzierung gelingen mit bemerkenswerter Konsistenz. Genau das Profil, das Turnierspieler von einem Kontroll-Flaggschiff erwarten.
Fazit
Der Head Gravity Pro ist kein Zufallstreffer als meistverkaufter Head-Schläger: Er kombiniert Turnier-Performance mit einer Manövrierfähigkeit, die man bei einem Pro-Modell nicht unbedingt erwartet.
Fortgeschrittenen Spielern mit sauberer Technik und kontrolliertem Spielstil empfehlen wir ihn uneingeschränkt. Wer Wert auf maximale Power legt oder empfindliche Gelenke hat, sollte sich eher die leichtere, weichere Gravity-Motion-Variante ansehen.
