adidas Match 2026 im Überblick
Beim ersten eigenen Padelschläger verliert man sich schnell in Materialnamen: Carbon hier, Spezialkern dort, dazu das Versprechen vom großen Smash. Der adidas Match 2026 macht da nicht mit. adidas richtet ihn ausdrücklich an Leute, die gerade anfangen und noch herausfinden, wie sie eigentlich spielen wollen.
Dafür gibt es eine Glasfaser-Fläche, einen weichen EVA-Soft-Performance-Kern und eine Hybridform zwischen rund und Diamant. Im Sortiment sitzt er zwischen dem leichteren Match Light und den Carbon-Modellen. Uns hat vor allem interessiert, ob die zusätzlichen Gramm gegenüber dem Match Light etwas bringen oder nur den Arm schneller müde machen.
Spielgefühl
Der erste Eindruck auf dem Court: weich und ruhig. Die Glasfaser-Fläche gibt beim Kontakt etwas nach, der Kern schluckt einen guten Teil der Vibrationen. Bälle, die du nicht ganz mittig triffst, kommen trotzdem noch spielbar zurück. Genau das willst du in den ersten Monaten, wenn noch längst nicht jeder Kontakt sitzt.
Beim Gewicht lohnt sich ein genauer Blick. Bei Amazon steht „404g“ im Titel, adidas selbst nennt 360 bis 375 Gramm. Das passt eher zu unserem Eindruck: Der Match ist kein Leichtgewicht, aber auch kein Brocken. Im Vergleich zum Match Light merkst du die zusätzlichen Gramm vor allem in schnellen Netzduellen, wenn der Schläger nicht ganz so flott nach oben kommt. Wer explizit einen besonders leichten Schläger sucht, ist mit dem Match Light besser bedient.
Die Form ist kein klassischer Rundschläger. adidas nennt sie Hybrid zwischen rund und Diamant, der Sweet Spot liegt laut Hersteller trotzdem in der Mitte. Auf dem Court fühlt sich das an wie ein Allrounder, der etwas mehr Masse im Kopf hat als ein reiner Kontrollschläger, ohne dabei kopflastig zu nerven.
Power vs. Kontrolle
Power: Wer vom Tennis kommt und gewohnt ist, den Ball hart zu treffen, wird beim Match erst mal den Punch vermissen. Der weiche Aufbau nimmt Tempo raus, statt es zu verstärken. Lange Bälle von hinten und Lobs kommen dank der etwas schwereren Kopfpartie leichter durch als beim Match Light. Beim Smash musst du den Druck aber selbst mitbringen, den Punkt mit einem Schlag beenden ist nicht seine Stärke.
Kontrolle: Hier liegt sein Schwerpunkt. Lobs, Blocks am Netz und einfache Bandejas lassen sich ruhig und gut dosiert spielen, der Ballabgang ist berechenbar. Grenzen zeigt er, wenn der Gegner richtig Tempo macht: Dann gibt die Fläche nach, und das Feedback wird etwas unklarer. Für die ersten Monate ist das kein Problem, wer schon gezielt angreift, wünscht sich irgendwann eine festere Fläche.
Fazit
Der adidas Match 2026 ist ein solider erster Schläger für alle, die noch keinen festen Spielstil haben und vor allem sichere Ballwechsel spielen wollen. Weich, verzeihend und ruhig, mit etwas mehr Gewicht im Kopf als der Match Light.
Für rund 60 € bekommst du einen sauber verarbeiteten Lernschläger, aber keinen versteckten Power-Schläger. Wer einen besonders leichten Schläger sucht, greift zum günstigeren Match Light 3.4. Wer schon weiß, dass er angreifen will, wird mit einem festeren Modell mit Carbon-Fläche glücklicher. Und vor dem Kauf: Achte auf die Farbe Schwarz/Orange und die Referenz AR5GA3U23, denn die Händlerangaben zum Gewicht gehen auseinander.



