Einleitung
Den Match Light 3.4 hatten wir gerade erst im Test, da lag sein Vorgänger auf dem Tisch. Der 3.3 ist das Modell von 2024, und auf dem Papier ändert sich zwischen den beiden fast nichts: gleiche Glasfaser-Fläche, gleicher weicher EVA-Kern, gleiches Gewicht von 345 bis 360 Gramm, auch Structural Reinforcement und die Smart Holes Lineal sind an Bord. Der größte sichtbare Unterschied ist das Design.
Uns hat deshalb vor allem interessiert, ob man auf dem Court überhaupt einen Unterschied merkt und ob sich der ältere Schläger zum aktuellen Preis noch lohnt.
Spielgefühl
Unser Testschläger lag bei rund 352 Gramm. Damit bekommst du ihn am Netz schnell hoch, auch wenn die Bälle kurz hintereinander kommen. Der Schläger selbst sagt mit einem kleinen Symbol auf der Fläche, wo der Sweet Spot liegt: in der Mitte. Das passt zu unserem Eindruck. Die Balance wirkt neutral, mit einer ganz leichten Tendenz zum Kopf.
Das Treffgefühl ist weich, fast ein bisschen gedämpft. Bälle, die du nicht perfekt triffst, kommen trotzdem noch brauchbar zurück, und Vibrationen landen kaum im Arm. Nach zwei Stunden Doppel hatten wir keinerlei Ziehen im Ellenbogen, was bei Einsteigern mit verkrampftem Griff viel wert ist.
Wer den 3.4 kennt, wird sich hier sofort zurechtfinden. Bei gleichem Aufbau solltest du keine großen Unterschiede im Spielgefühl erwarten, die Wahl zwischen den beiden entscheidet sich eher über Preis und Optik.
Power vs. Kontrolle
Power: Wer vom Tennis kommt und gewohnt ist, durchzuziehen, wird hier anfangs etwas vermissen. Der weiche Kern nimmt Tempo raus, statt es zu verstärken. Ein Smash, der über die Seitenwand rausgeht, ist mit diesem Schläger eher Glück als Plan. Lange Bälle aus der Defensive bekommst du aber ohne viel Kraft nach hinten, und genau das brauchst du in den ersten Wochen.
Kontrolle: Hier liegt seine Stärke. Lobs, Bandejas und Volleys lassen sich ruhig spielen, der Ball geht ziemlich genau dahin, wo du ihn hinschickst. Bei harten Bällen vom Gegner gibt die Fläche spürbar nach, dann wird es etwas ungenauer. Für Matches auf Einsteigerniveau fällt das kaum ins Gewicht.
Fazit
Der Match Light 3.3 ist ein guter, weicher Schläger für die ersten Monate und für alle, die einen empfindlichen Arm haben. Am Schläger selbst gibt es wenig auszusetzen.
Das Problem ist der Preis. Der Nachfolger Match Light 3.4 ist praktisch derselbe Schläger und kostet im Moment rund 15 Euro weniger. Solange das so ist, würden wir zum 3.4 greifen, außer dir gefällt das schlichtere Design des 3.3 besser. Fällt der 3.3 im Abverkauf unter den Preis des 3.4, kannst du bedenkenlos zugreifen.



