Einleitung
In Babolats Programm steht „Counter“ für die runden Kontrollschläger, „Technical“ für die Angriffs-Diamanten. Der Counter Veron 2.6 ist damit das Gegenstück zur Technical Veron: gleiche Materialfamilie, aber eine ganz andere Idee. Er soll nicht jeden Ball beenden, sondern dir helfen, den Ballwechsel zu steuern, bis sich die Lücke auftut.
Die Fläche besteht aus Carbon Flex, einer Mischung aus Carbon und Glasfaser. Dazu kommen der Black-EVA-Kern, die raue 3D-Spin-Oberfläche und das Vibrabsorb System² im Griff. Mit um die 365 Gramm und runder Form richtet er sich an fortgeschrittene Spieler, die lieber taktisch spielen als mit dem Kopf durch die Wand.
Spielgefühl
Der erste Eindruck: stabil und angenehm. Der Ball geht zügig von der Fläche, der Kontakt ist aber nicht hart oder trocken. Die Carbon-Flex-Fläche gibt ein kleines bisschen nach, und genau das macht es leicht, Tempo und Richtung zu dosieren. Auch Bälle, die du nicht ganz mittig erwischst, kommen noch dahin zurück, wo du sie haben willst.
Bei Bandeja und Vibora steckt mehr Druck hinter dem Ball, als man von einem runden Schläger erwartet. Trotzdem bleibt er in schnellen Volley-Duellen gut beherrschbar. Weil das Gewicht nicht im Kopf hängt, bekommst du ihn am Netz rechtzeitig hoch, auch wenn es mal hektisch wird.
Vibrabsorb und der Black-EVA-Kern nehmen harten Treffern die Schärfe, ohne den Schläger schwammig zu machen. Weich ist er nicht, für einen Schläger mit Carbon in der Fläche aber angenehm zu spielen, auch nach zwei Stunden.
Power vs. Kontrolle
Power: Für einen runden Schläger bringt der Counter Veron ordentlich Druck mit. Bandejas und flache Angriffsbälle kommen mit Tempo, lange Bälle aus der Abwehr erreichen ohne viel Kraftaufwand die Grundlinie. Beim Smash merkst du aber, dass das Gewicht nicht im Kopf sitzt. Einen Ball über die Seitenwand aus dem Käfig zu schlagen, gelingt mit einem Diamanten wie der Technical Veron deutlich leichter.
Kontrolle: Das ist seine eigentliche Stärke. Lobs, Chiquitas und Blocks aus der Defensive gehen ruhig und genau vom Schläger. Der große Sweet Spot verzeiht viel, und die raue Oberfläche hilft dir, den Ball mit Slice kurz und flach zu halten. Wer gerne lange Ballwechsel spielt und auf den Fehler des Gegners wartet, hat hier genau das richtige Werkzeug.
Fazit
Der Babolat Counter Veron 2.6 ist ein sehr guter Kontrollschläger für fortgeschrittene Spieler, die das Spiel von hinten aufbauen und trotzdem nicht auf Druck verzichten wollen. Großer Sweet Spot, berechenbarer Ballabgang und ein angenehmes Treffgefühl machen ihn zu einem Schläger, mit dem du lange Matches durchstehst.
Wer mehr angreifen will, ist mit der Technical Veron besser bedient. Und wer vor allem Kontrolle sucht und aufs Budget achtet, sollte sich den Head Gravity Pro anschauen, der kostet im Moment knapp 50 Euro weniger. Wer aber die Mischung aus Kontrolle und etwas Punch sucht, findet im Counter Veron einen der ausgewogensten Schläger in unserem Test.



