Einleitung
Der Optix V1 ist Wilsons einfachster Padelschläger: runde Form, Glasfaser auf Fläche und Rahmen, ein weicher Schaumkern. Kein Carbon, keine raue Oberfläche, keine Extras. Er ist für Leute gemacht, die Padel ausprobieren wollen, ohne gleich viel Geld auszugeben.
Den Optix V2 Lite hatten wir schon im Test, er hat uns als Einsteigerschläger gut gefallen. Beim V1 wollten wir wissen, was man für knapp zehn Euro weniger aufgibt.
Spielgefühl
Weich ist das erste Wort, das einem einfällt. Die Glasfaser-Fläche gibt deutlich nach, der Schaumkern schluckt fast alle Vibrationen. Unsauber getroffene Bälle kommen meistens trotzdem noch zurück, und auch nach zwei Stunden war im Arm nichts zu spüren.
Mit um die 360 Gramm ist er kein Leichtgewicht, durch die niedrige Balance fühlt er sich aber leichter an. Am Netz bekommst du ihn schnell hoch, auch wenn die Bälle kurz hintereinander kommen.
Die Kehrseite merkst du bei harten Bällen vom Gegner. Die Fläche gibt nach, der Schläger wirkt dann etwas instabil, und der Ball geht nicht ganz dahin, wo du ihn haben willst. Im Vergleich zum Optix V2 Lite ist das spürbar.
Power vs. Kontrolle
Power: Das ist seine größte Schwäche. Weicher Kern, Glasfaser und niedrige Balance nehmen viel Tempo raus. Für einen Smash, der Druck macht, musst du richtig durchziehen, und selbst lange Bälle aus der Defensive brauchen mehr Schwung als bei anderen Einsteigerschlägern. Für die ersten Wochen ist das kein großes Problem, danach wird es schnell zur Grenze.
Kontrolle: Lobs, Bandejas und einfache Volleys gehen ruhig vom Schläger, der große Sweet Spot verzeiht viel. Die glatte Fläche gibt keinen zusätzlichen Spin, die Sharp-Hole-Bohrung hilft ein wenig beim Schnitt. Bei schnellen Bällen leidet die Genauigkeit unter der weichen Fläche, deshalb liegt er in der Kontrolle etwas hinter dem V2 Lite.
Fazit
Der Wilson Optix V1 ist ein sehr weicher, armschonender Schläger für die ersten Wochen auf dem Court. Wer Padel nur ausprobieren will und wenig ausgeben möchte, macht mit ihm nichts falsch.
Wer aber schon ahnt, dass er dabeibleibt, sollte ein paar Euro mehr ausgeben. Der Optix V2 Lite war in unserem Test in Power und Kontrolle besser, der Babolat Stima Vita kostet knapp zehn Euro mehr, ist ähnlich weich, bringt aber etwas mehr Kontrolle mit. Der Optix V1 lohnt sich vor allem, wenn er im Angebot deutlich günstiger ist als die beiden.



