Einleitung
Der Stima Vita ist der Einsteigerschläger in Babolats Damen-Linie. Rund, leicht, weich, mit einer Glasfaser-Fläche und einem EVA-Kern, auf dem Babolat selbst „Soft EVA“ druckt. Wer gerade mit Padel anfängt und noch nicht weiß, ob es dabei bleibt, braucht genau so etwas: einen Schläger, der Fehler verzeiht und den Arm in Ruhe lässt.
Uns hat interessiert, wie weich „weich“ hier wirklich ist und was er gegenüber dem adidas Match Light 3.4 bietet, unserem bisherigen Tipp für den günstigen Einstieg.
Spielgefühl
Der erste Ballkontakt ist fast schon gedämpft. Die Fläche gibt nach, Vibrationen kommen kaum im Arm an. Bälle, die du nicht in der Mitte erwischst, landen trotzdem meistens noch im Feld. Nach zwei Stunden hatten wir kein Ziehen im Unterarm.
Die runde Oversize-Form zieht den Sweet Spot weit nach außen. Dazu kommt die griffnahe Balance: Bei rund 345 Gramm fühlt sich der Stima Vita leichter an, als die Waage sagt. Am Netz, wenn die Bälle kurz hintereinander kommen, ist das ein echter Vorteil.
Die Kehrseite merkst du bei harten Bällen vom Gegner. Der Schläger gibt dann etwas nach, und der Ball geht nicht ganz so genau dahin, wo du ihn haben willst. Auf Einsteigerniveau kommen solche Bälle aber selten.
Power vs. Kontrolle
Power: Viel ist da nicht. Weicher Kern, Glasfaser und das Gewicht am Griff nehmen Tempo raus. Ein Smash, der hinten aus dem Käfig fliegt, gelingt mit diesem Schläger kaum. Lange Bälle aus der Defensive bekommst du trotzdem ohne großen Kraftaufwand an die Grundlinie, und das reicht in den ersten Monaten.
Kontrolle: Hier spielt er seine Stärke aus. Lobs, Bandejas und einfache Volleys gehen ruhig vom Schläger, der Ballabgang ist berechenbar. Die glatte Fläche gibt keinen zusätzlichen Spin, dafür musst du dich um nichts anderes kümmern als um den sauberen Treffer. Und wenn der mal nicht gelingt, fängt der große Sweet Spot einiges auf.
Fazit
Der Stima Vita gehört zu den weichsten und handlichsten Einsteigerschlägern, die wir bisher getestet haben. Für die ersten Monate, für einen empfindlichen Arm oder für alle, die Padel entspannt angehen wollen, passt er sehr gut.
Gegenüber dem adidas Match Light 3.4 ist er noch eine Spur weicher, liegt näher am Griff und verzeiht durch die runde Form mehr. Der Match Light gibt etwas mehr Druck nach vorne und kostet im Moment rund 25 Euro weniger. Wer vor allem Komfort will, nimmt den Babolat. Wer aufs Budget achtet oder vom Tennis kommt und schon etwas Punch erwartet, ist mit dem adidas gut bedient.



